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Autodidaktische Gedankensprünge zwischen Geometrie, Natur und Katzen

  • simongra
  • 20. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

20.05.2026:

Die ursprüngliche Idee entstand aus dem Wunsch heraus, dass ich mal wieder Blumen malen wollte.

Rosen sind dabei meiner Meinung nach nicht die anspruchsvollsten, aber auch nicht die einfachsten Blumen, die man malen kann.

Außerdem wollte ich bewusst wieder etwas Neues ausprobieren und tatsächlich mit geometrischen Formen arbeiten.


Einen surrealen Charakter sollte das Bild auch erhalten, deshalb stand auch schon früh fest, dass ich zwei Rosen mit geometrischen Blüten, d.h. dreieckigen Blütenblättern malen werde, die zudem parallel, aber entgegengesetzt verlaufen sollten. Eine Rose würde von oben hin zur Bildmitte wachsen während die andere quasi gespiegelt von unten hin zur Bildmitte wächst.

Als Kontrast zu den eckigen und sauberen Blüten sollten die Stängel der Rosen rund und geschlängelt dargestellt werden. Einen weiteren Kontrast sollte jeweils ein leicht überdimensioniertes, markantes und ebenfalls nicht kantiges, sondern organisches Blatt sein.


Dem ein oder anderen wird es vielleicht schon aufgefallen sein, ich arbeite sehr gerne mit Kontrasten und Gegensätzen und fordere den Betrachtenden meiner Werke etwas heraus.


Was zu Beginn noch nicht klar war, war die Gestalt der Katze und die ovale Begrenzung meines zentralen Motivs.

Aber, dass eine Katze oder etwas das mit Fellnasen zutun hat wieder vorkommen muss war schon in meinem Kopf. Da ich also mit geometrischen Formen arbeiten wollte gestaltete sich die Katze in meiner Vorstellung, anders als die Rosen, insgesamt nur aus dreieckigen Formen in kräftigen Braun- und Grautönen.

Der Hintergrund des Ganzen sollte von vornherein ein dunkleres blau sein, da ich dachte auch das wäre ein markanter aber trotzdem noch dezenter Hintergrund, auf dem die kräftigen, leuchtenden Rosen und die helle Katze stark zur Geltung kommen würden.


Mit dieser Vorstellung machte ich mich also an die Erstellung des neuen Bildes.

Ich nahm eine weiß grundierte Leinwand und begann darauf die Formen aus meinem Kopf zu zeichnen.


Nach diesem ersten Schritt stellte ich fest, dass die Rosen und die Katze alleine auf der eckigen Leinwand irgendwie verloren erschienen. Ich nahm also Zirkel und Stift und erschuf eine runde Begrenzung auf der ansonsten eckigen Leinwand. Ein weiterer Gegensatz.

Leider wirkte das Oval mit meinem zentralen Hauptmotiv immer noch zu einsam.

Intuitiv behielt ich den Stift in der Hand und zog teils mit Lineal, teils mit Augenmaß und Gefühl weitere Linien um das Oval herum.


Am Ende war ein Mosaikartiges Geflecht aus vielen Drei- und Mehreckigen Strukturen entstanden.

Wieder lehnte ich mich anschließend zurück, betrachtete die Zeichnung und dachte darüber nach welche Farben ich für den Hintergrund des Ovals verwenden würde.


Nun, ich liebe starke, leuchtende und kontrastreiche Farben also konnte ich nur zu dem Schluss kommen für das in dunklem Blau gehaltene Oval einen knallbunten Hintergrund zu kreieren.


Ihr merkt vielleicht auch schon hier an meiner Erzählung, dass ich zwar schnell eine Idee im Kopf habe, dass diese Idee vor der tatsächlichen Umsetzung niemals komplett vollständig und konkret ist, sondern sich erst beim Erschaffen eines Bildes weiterentwickelt. Auch deshalb kann ich sagen, dass ich zwar immer eine Vorstellung habe, aber trotzdem niemals weiß, was am Ende tatsächlich entsteht.


Dazu kommt, dass ich Kunst nicht studiert habe oder von klein auf am Malen bin. Wirklich ernsthaft beschäftige ich mich erst seit letztem Jahr mit Kunst und entwickle mich autodidaktisch weiter.

In meiner Schulzeit erhielt stets grottenschlechte Noten und nahm daher etwas, dass tatsächlich Freude und Spaß bereiten kann, nicht wirklich ernst.


Jetzt schaue ich mir natürlich andere Künstler und Werke an, versuche mir Techniken anzueignen und probiere immer noch viel aus.


Etwas, dass ich mittlerweile bewusst weniger versuche ist tatsächlich etwas fotorealistisch nachzumalen. Wer gerne Landschaftsmalerei malt und betrachtet soll dies gerne tun.

Mich langweilt es eher, etwas einfach nachzuahmen und zu kopieren.

Mein eigener Verstand und erst Recht mein innerer Narzisst lässt dies auch gar nicht erst zu.


Kunst zu machen und Künstler zu sein gehen öfter einher, aber ein weiterer Schritt zum Künstler sein bedeutet für mich auch, dass ich mich selbst zum Ausdruck bringe und eben nicht nur das Werk am Ende. Es steckt immer auch ein Teil von mir in meiner Kunst.

Manch einer mag das anders sehen und sagen: man muss den Künstler auch von seinem Werk trennen können. Aber tief im Innern wissen wir wahrscheinlich alle, spätestens, wenn wir mal etwas selbst geschaffen haben, dass das nicht zu 100 Prozent möglich ist.


Es fängt beim Malen längst schon damit an, dass wir uns entscheiden, was wir malen und wenn wir etwas nur abmalen und kopieren. Fragt euch mal warum malt ihr z.B. was ihr malt und nicht etwas Anderes?

Für die einen ist diese Frage trivial, für andere ist sie so gut wie unmöglich zu beantworten.

Wie schon am Anfang erwähnt, male ich beispielsweise gerne bunt, kontrastreich, ambivalent, etwas surreal und vor allem so gut wie immer mit Katzen. Warum?

Weil das meine Einflüsse, Vorlieben und Gedanken sind. Meine Vorstellungskraft funktioniert so.


Aber genug von mir, meinen Ideen und Vorsätzen fürs erste.

Ich verkaufe auf meiner Seite nicht nur Prints und bereits vorhandene Werke von mir, sondern nehme auch Auftragsarbeiten entgegen.


Ich bin dabei gespannt zu hören was für Motive, Wünsche und Gedanken euch beschäftigen. Wie schon gesagt, wird bei der Umsetzung auch immer ein Teil von mir mit einfließen, aber ich würde mich freuen auch eure individuellen Wünsche erfüllen zu dürfen.


Euer Simon alias SGrasshoffArt.


Audio Video findet ihr hier:


 
 
 

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